Glossar

Die wichtigsten Begriffe kurz erkläft

Alphakurs

Lecker essen und dabei über Gott (und die Welt) quatschen - funktioniert immer! Genau das ist auch das Prinzip der Alphakurse: Interaktive Treffen, bei denen du in entspannter und unverbindlicher Atmosphäre deinen Glauben (neu) entdecken kannst. Die Einheiten starten mit einem gemeinsamen Essen. Darauf folgt ein „Input“ in Form eines ansprechenden Video-Clips und danach kannst du mit den anderen Teilnehmern darüber ins Gespräch kommen. Neugierig? In vielen Pfarreien hier im Bistum gibt es bereits Alphakurse.

Anbetung

“Den Herrn anzubeten bedeutet, ihm den Platz zu geben, der ihm gebührt. Den Herrn anzubeten bedeutet, zu sagen und zu glauben, dass er allein wirklich unser Leben lenkt. Den Herrn anzubeten bedeutet, dass wir vor ihm die Überzeugung gewinnen, dass er der einzige Gott, der Gott unseres Lebens, der Gott unserer Geschichte ist.” (Papst Franziskus in seiner Predigt am 14.04.2013 in St. Paul vor den Mauern)

Basical

Das Basical ist ein Haufen verrückter junger Leute, die ein dreiviertel Jahr ihres Lebens ganz in Jesus, in den Glauben und ihre Berufungssuche investieren. Sie leben gemeinsam in einer WG im Herzen von Augsburg. Mithilfe verschiedener Coachings, spiritueller Begleitung und ganz viel Gebet wachsen die jungen Männer und Frauen im Glauben, finden (berufliche) Orientierung und werden zu starken Nachfolgern Jesu.

Berufung

Wir verstehen unter dem Begriff „Berufung“ nicht in erster Linie die Leidenschaft für einen bestimmten Beruf. Berufung im christlichen Sinne bedeutet, auf den Ruf Gottes zu hören, ihm unser Leben und unsere Pläne anzuvertrauen und in seinem Namen zu handeln. Dadurch, dass du deine Berufung lebst, verwirklichst du Gottes Plan für dich selbst und für sein Reich.

Charismatische Erneuerung

Die Charismatische Erneuerung (CE) ist eine geistliche Bewegung in der katholischen Kirche, die es auf der ganzen Welt gibt. Sie steht für einen geistlichen Aufbruch, den die Mitglieder als neues persönliches Pfingsten verstehen. Das Wort „charisma“ kommt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet „Geschenk“. Die CE versteht sich somit als Geschenk des heiligen Geistes, das eine neue und lebendige Gottesbeziehung ermöglicht.

Credo

Credo oder übersetzt „Ich glaube“ - ein kleines Wort, mit dem wir unseren Glauben bekennen. Damit beginnt auch unser Glaubensbekenntnis, das wir während der heiligen Messe gemeinsam beten. Eine Art Formel, die unseren katholischen Glauben mit all seinen Wesensmerkmalen und Lehrinhalten zusammenfasst. Das Credo ist die gemeinsame Basis der Katholiken weltweit.

Divine Renovation

„Divine Renovation“ ist ein in den letzten Jahren vielbeachtetes Buch, wenn es um die Frage der Gemeindeerneuerung geht. Geschrieben hat es der kanadische Fr. James Mallon. Mit seiner Pfarrei St. Benedict in Halifax ist er einen radikalen Weg der Erneuerung von einer bewahrenden zu einer missionarischen Kirchengemeinde gegangen. In seinem Buch erzählt er davon und gibt hilfreiche Tipps, wie andere Pfarreien nachziehen können.

Eucharistie

Die Eucharistie ist das Sakrament, in dem Jesus Christus seinen Leib und sein Blut und damit sich selbst für uns hingibt. In der Eucharistie geben auch wir uns ihm in Liebe hin und vereinigen uns mit ihm in der Heiligen Kommunion. Dadurch werden wir zu dem einen Leib Christi, der Kirche, verbunden. Die Feier der Eucharistie ist der Kern der christlichen Gemeinschaft. Wer sie empfangen möchte, muss katholisch sein und sollte vorher gebeichtet haben, falls er sich einer schweren Sünde bewusst ist.

Eucharistische Anbetung

Durch die Wandlung des Leibes Christi ist Jesus bei der Eucharistie wahrhaft anwesend. Im gewandelten Brot bleibt Jesus Christus aber auch über die Feier der Eucharistie hinaus anwesend. Und zwar im Tabernakel oder Allerheiligsten. Bei der eucharistischen Anbetung besteht auch außerhalb der Heiligen Messe die Möglichkeit, den Sohn Gottes in der Eucharistie anzubeten. Nachdem das Allerheiligste feierlich ausgesetzt wurde – Christus ist dadurch wahrhaft gegenwärtig - folgt eine intensive Zeit der Anbetung und des Gebets.

Evangelikal

Auch wenn der Begriff „evangelikal“ zunächst an amerikanisch-evangelikale Mega-Churches denken lässt, die sich gegen andere Konfessionen abgrenzen wollen, ist damit ursprünglich etwas anderes gemeint. Evangelikal bedeutet schlicht evangeliumsgemäß. Wenn wir also von einem evangelikalen Katholizismus sprechen, meinen wir eine Kirche, bei der das Evangelium im Zentrum steht und die Frohe Botschaft Dreh- und Angelpunkt der Ausrichtung ist. Basis dafür ist die persönliche Entscheidung für und die Beziehung zu Jesus.

Exerzitien

Exerzitien sind ganz einfach gesagt Auszeiten mit Gott. Im Zentrum stehen geistliche Übungen, die zu geistlichem Wachstum führen sollen. Ziel ist es, das eigene Leben tiefer in Verbindung mit Gott zu bringen. Schwerpunkte dabei sind das persönliche Beten, die geistliche Betrachtung der Heiligen Schrift, die Mitfeier der Sakramente, Gespräche mit geistlichen Begleitern und der Austausch in der Exerzitiengruppe. Du willst es ausprobieren? Experte für Exerzitien ist die Abteilung Spirituelle Dienste, die bestimmt auch für dich das passende Angebot hat.

Freikirche

Religiöse Spinner, die sich in Trance singen, tanzen und dabei in einer völlig anderen Welt sind? Nicht ganz! Das stärkste Wesensmerkmal einer Freikirche ist, dass sie vom Staat unabhängig ist und deshalb finanziell nicht durch die Kirchensteuer getragen wird. Deshalb sind Freikirchen auch nicht an strukturelle Vorgaben der beiden großen Volkskirchen gebunden. Finanziert werden sie durch freiwillige Beiträge der Mitglieder, die dort aufgrund einer persönlichen Entscheidung aktiv sind. Freikirchen verstehen sich als Reformbewegung innerhalb des Christentums und sind meist evangelikal ausgerichtet.

Gebetshaus

Das Gebetshaus ist eine private, ökumenische Initiative mit einem Zentrum am Rande von Augsburg. Dort beten Christen verschiedener Konfessionen 365 Tage und Nächte im Jahr durchgängig. Untrennbar mit dem Gebetshaus verbunden ist Gründer Johannes Hartl, der inzwischen mit seinen theologischen Vorträgen weltweit gefragt ist. Regelmäßig (im Ein- bzw. Zweijahresrhythmus) veranstaltet das Gebetshaus die MEHR-Konferenz in der Augsburger Messe mit mehr als 10.000 Besuchern.

Gemeindeerneuerung

Laut Prognosen wird die Anzahl der Kirchenmitglieder in den nächsten Jahrzehnten enorm zurückgehen. Das hat auch Auswirkungen auf die Pfarrgemeinden, deren Kirchen dadurch noch leerer werden, als sie sowieso schon sind. Wollen sie überleben, müssen sie einen Weg der Erneuerung gehen, indem sie den Gläubigen (wieder) wahre Jesusbeziehung ermöglichen. Mit der Vision, sie zu missionarischen Jüngern zu machen, die die Botschaft Jesu Christi in die Welt tragen. Falls du mehr darüber wissen möchstest: Das Institut für Neuevangelisierung und seine Mitarbeiter sind Experten zu diesem Thema.

Glaubenszeugnis

Der Begriff „Zeugnis“ bzw. „Testimonial“ kommt eigentlich aus der Werbesprache. Gemeint ist eine Person, die mit ihrem Gesicht und ihrer Geschichte für ein Produkt wirbt, ihre Erfahrungen damit weitergibt und so die Kunden zum Kauf animiert. Ähnlich ist es bei Glaubenszeugnissen. Menschen, die eine Erfahrung mit Gott gemacht haben, erzählen diese und „werben“ als Zeugen für Christus mit ihrer Person und ihrem persönlichen Erlebnis für den Glauben.

Heilig

„Heiligkeit ist nicht der Luxus einiger weniger Menschen, sondern eine Pflicht für dich und mich“, hat Mutter Teresa einmal gesagt. Daraus wird klar: Zur „Gemeinschaft der Heiligen“ gehören nicht nur verstorbene Märtyrer, die offiziell heiliggesprochen wurden, sondern alle Menschen, die ihre Hoffnung auf Christus gesetzt haben und durch die Taufe zu ihm gehören. Ihre Aufgabe ist es, die von Gott erfahrene Liebe auf ihre eigene Weise an die Menschen weiterzugeben. Die offiziell Heiliggesprochenen, die in besonderer Treue zu Gott gelebt haben, sollen dabei als Vorbild dienen und Fürsprache für uns Menschen bei Gott halten.

Heiliger Geist

Der Heilige Geist bildet gemeinsam mit dem Vater und dem Sohn den dreifaltigen Gott. Er verleiht uns Christen eine tiefe Glaubensfreude, inneren Frieden und Freiheit. Durch sein Wirken kannst du die Gegenwart Gottes und seine Gnadenfülle in deinem Leben immer wieder neu erfahren. Besonders an Pfingsten, dem Fest des heiligen Geistes, beten wir um das Kommen und die Kraft des Heiligen Geistes.

Jünger

Jünger sind Menschen, die sich bewusst dafür entscheiden, Jesus nachzufolgen. Im Zentrum der Jüngerschaft steht Jesu Verkündigungsauftrag aus dem Matthäusevangelium: „Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (Mt 28, 19). Dieser macht jeden Christen durch die Taufe zum einem Jünger, wie es Papst Franziskus formuliert: "Kraft der empfangenen Taufe ist jedes Mitglied des Gottesvolkes ein missionarischer Jünger geworden. Jeder Getaufte ist, unabhängig von seiner Funktion in der Kirche und dem Bildungsniveau seines Glaubens, aktiver Träger der Evangelisierung." (Evangelii Gaudium, 120)

Jüngerschule

In einer Jüngerschule werden Gläubige dafür gerüstet, den Verkündigungsauftrag Jesu aus dem Matthäusevangelium zu verwirklichen: Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (Mt 28, 19). Im Bistum Augsburg bietet das Institut für Neuevangelisierung eine Jüngerschule an. Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, in dem die Teilnehmer einerseits der rettenden Liebe Gottes begegnen können, andererseits aber auch ermutigt und befähigt werden, andere mit dem Feuer der Liebe anzustecken, das der Herrn in ihnen entzündet hat.

Katechese

Der Begriff Katechese bezeichnet die Einführung in den Glauben. Ursprünglich bezog er sich auf Taufbewerber (Katechumenen), die durch Unterweisung in Glaubensinhalten auf die Aufnahme in die katholische Gemeinschaft vorbereitet wurden. Heute verstehen wir darunter die Erklärung des Katechismus für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, um sie in den Glaubenswahrheiten zu unterrichten und für ein Leben aus dem Glauben und der Nachfolge Christi zu motivieren.

Katholisch

Das Wort katholisch kommt vom Griechischen „katholon“ und bedeutet „auf das Ganze hin bezogen“. Gott wollte eine Kirche für alle. Darum hat Christus seine Kirche dazu berufen, den Glauben ganz zu bekennen, alle Sakramente zu spenden und allen Menschen die frohe Botschaft zu verkünden. Dazu hat er sie zu allen Völkern gesandt. Zur vollen Gemeinschaft der Katholischen Kirche gehört, wer sich durch das Bekenntnis des katholischen Glaubens und den Empfang der Sakramente an Jesus Christus bindet und die Lehre in Einheit mit Papst und Bischöfen anerkennt.

Liturgie

Der offizielle Gottesdienst der katholischen Kirche wird Liturgie genannt. Diese ist im Glauben von Jahrtausenden gewachsen. Weil Gott selbst gegenwärtig ist, geschieht in ihr Heiliges und Ehrwürdiges. Und zwar in den heiligen Zeichen, Riten und Gebeten, die alle ihren festen Platz in der Liturgie haben.

Lobpreis

Gott gebührt Ehre und Lob für alles, was er an uns Menschen getan hat. Im Lobpreis drücken wir unsere Freude darüber aus und preisen den Herrn, so wie es die Engel im Himmel tun. Kurz gesagt: Lobpreis ist gesungenes, ausdrucksstarkes Gebet. Inzwischen hat sich Lobpreis (oder auch Worship) zu einem eigenen Musikgenre entwickelt, das Popmusik mit christlichem Inhalt verbindet. Charakteristisch sind einfache Melodien und kurze Texte, die leicht eingängig sind und dadurch schnell mitgesungen und mitgebetet werden können.

Mission

Mal ehrlich, wenn wir das Wort Mission hören, denken wir zuerst an alte Ordensbrüder und -schwestern, die in Afrika Entwicklungsarbeit leisten und die Menschen dort bekehren. Angesichts der schwindenden Zahl an Christen hierzulande ist heute auch Europa Missionsland. Und jeder Christ ist Kraft seiner Taufe Missionar. Das bedeutet konkret, dass wir die Aufgabe haben, von unserem Glauben und unserer Hoffnung zu erzählen und die frohe Botschaft Jesu Christi in die (säkularisierte) Welt zu tragen.

Neuevangelisierung

Auch wenn bei uns in Deutschland der christliche Glaube in der Tradition noch verankert ist, finden viele Christen keinen Zugang zum Evangelium. Ziel der Neuevangelisierung ist es, die Botschaft Jesu Christi unter diesen Gegebenheiten neu zu verkünden. Und zwar denen, die beispielsweise durch die Sakramente bereits mit Kirche in Berührung gekommen sind. Das Institut für Neuevangelisierung im Bistum Augsburg hat sich diesem Anliegen angenommen und folgt mit seinen verschiedenen Angeboten dem Aufruf der letzten drei Päpste zu einer Neuevangelisierung der Kirche.

Neuland-Kurs

Neuland-Kurse sind ein Angebot für Pfarreien, die einen Weg der Gemeindeerneuerung im Sinne der Neuevangelisierung gehen wollen. Veranstaltet werden sie vom Institut für Neuevangelisierung im Bistum Augsburg. Ein Kurs besteht aus sechs thematischen Abendeinheiten. Ziel ist es, die Teilnehmer als Jünger auszusenden, die in ihrem Alltag „Neuland unter den Pflug“ nehmen (Hos 10,12) und Zeugnis geben für Jesus Christus. Zu Beginn jeder Einheit steht ein biblischer Vortrag, dem sich ein Austausch und eine praktische Einheit in der jeweiligen Pfarrkirche anschließt. Die Abende enden mit der eucharistischen Anbetung.

Neuland-Pfarrzellen

Die Neuland-Pfarrzellen sind kleine Gemeinschaften in der Pfarrgemeinde nach dem Vorbild Jesu. Als Fortsetzung des Neuland-Kurses oder anderer Glaubenskurse halten sie das entfachte Feuer des Glaubens in der Pfarrei lebendig und gehen hinaus, um das Evangelium zu verkündigen. Die Gemeinschaft wird getragen durch die regelmäßige Betrachtung der Hl. Schrift und die treue Pflege der eucharistischen Anbetung. Die Neuland-Pfarrzellen werden vom Institut für Neuevangelisierung begleitet.

Pfingsten

Das Pfingstereignis gilt als die Geburtsstunde der Kirche. 50 Tage nach Jesu Auferstehung sandte Gott den Heiligen Geist auf die Jünger herab und machte sie so zu mutigen Zeugen Christi. In kürzester Zeit ließen sich Tausende Menschen taufen. Durch das Wirken des heiligen Geistes begannen alle Anwesenden, in fremden Sprachen zu sprechen – ein Zeichen, dass Kirche universal und für alle da ist.

Sakramente

Sakramente stärken uns im Glauben. Sie sind heilige Gaben Christi, mit denen er uns ausstattet, damit wir seine Gegenwart erfahren und zum ewigen Leben gelangen können. Ein Sakrament wirkt von sich aus. Allerdings muss es von uns im Glauben angenommen werden, um fruchtbar zu werden. Die katholische Kirche kennt sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße, Ehe, Weihe und Krankensalbung.

Sünde

Sündigen bedeutet, bewusst gegen die Liebe Gottes zu verstoßen. Damit sind Worte, Taten und Absichten gemeint, mit denen wir uns gegen die von Gott geschaffene Ordnung der Dinge wenden. Die Kirche unterscheidet zwischen schweren Sünden (Todsünden) und lässlichen Sünden. Mit einer Todsünde bricht der Mensch mit Gott. Lässliche Sünden stören „lediglich" das Verhältnis zu Gott und entfernen den Menschen von ihm. Zu den schweren Sünden zählen zum Beispiel Mord, Gotteslästerung oder Ehebruch, weil der Mensch dabei bewusst gegen grundlegende Werte wie das Leben, die Ehe oder Gott selbst handelt. Um den Bruch mit Gott wieder zu kitten, braucht es die Beichte, bei der sich der Mensch durch die Bekenntnis der Sünden und Umkehr wieder mit Gott versöhnen lassen kann.