Glossar · Bekehrung

Bekehrung heißt, immer wieder neu die Sünde hinter sich zu lassen und zu Jesus umzukehren. Schon Johannes der Täufer fordert zur Bekehrung auf.

 

 

Was heißt Bekehrung?

Bekehrung ist ein wichtiger Begriff in der Heiligen Schrift. Das griechische Wort für Bekehrung kann auch mit „umdenken“ übersetzt werden. Es geht darum, sein Leben immer wieder zu überdenken und das Schlechte hinter sich zu lassen. Allerdings meint Bekehrung auch eine Hinwendung: Es geht nicht nur darum, die Sünde und all das Schlechte im Leben hinter sich zu lassen – sondern auch neu zu Jesus zu finden.

 

Wer muss sich bekehren?

Jeder Mensch und vor allem jeder Christ muss sich immer wieder bekehren. Weil jeder Mensch ein Sünder ist, lässt auch jeder Mensch Gott hinter sich und wendet sich schlechten Dinge zu. Bekehrung bedeutet, diesen Prozess umzudrehen, das Schlechte hinter sich zu lassen und sich Gott zuzuwenden. Deswegen ist Bekehrung eine wichtige Geisteshaltung für alle Christen.

 

Welche Rolle spielt Bekehrung in der Bibel?

In der Bibel werden die Menschen oft dazu aufgerufen, umzukehren. Der alttestamentarische Prophet Hosea ruft dem Volk Israel zu: „Auf, lasst uns zum HERRN zurückkehren!“ (Hos 6,1). Als Jesus nach seiner Taufe und Versuchung in der Öffentlichkeit auftrat und zu predigen begann, sagte er: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ (Mk 1,15). Die Bibel betont an vielen Stellen die Wichtigkeit der Umkehr. Sie berichtet aber auch von einem Gott, zu dem das Volk umkehren kann, der den Menschen ihre Schuld vergibt und barmherzig ist.

 

Wie kann ich umkehren?

Umkehr beginnt mit einem ehrlichen Blick auf das eigene Leben und die eigene Fehler. Wer umkehren möchte, muss sich eingestehen, wo er in die falsche Richtung gegangen ist. Für Katholiken ist dabei auch das Sakrament der Beichte von großer Bedeutung: In diesem Sakrament der Versöhnung können wir unsere Sünden bekennen und Vergebung erlangen. Der zweite Schritt der Umkehr ist dann, neu auf Gott und sein Wort zu hören – beim Lesen in der Heiligen Schrift, im Gottesdienst oder bei der Anbetung.