Thema

Veränderung

„Veränderungen stehen vor der Tür. Lasse sie ruhig zu.“ Die doppeldeutige Formulierung auf dem Zettel in einem Glückskeks, der vor Kurzem in den sozialen Netzwerken die Runde machte, regt zum Schmunzeln an. Gleichzeitig fasst der Spruch das gespaltene Verhältnis der Menschen zu Veränderungen gut zusammen: Auf der einen Seite fasziniert uns das Neue. Gerade nach dem langen Pandemie-Winter ist jeder Tapetenwechsel willkommen. Auf der anderen Seite steht der Wunsch nach Sicherheit und Konstanz. Bei ungewollten Veränderungen lassen wir die Tür gerne zu.

In den kommenden Wochen fragen wir nach den verschiedenen Facetten von Veränderung. Kleine Abweichungen im Alltag, große Entscheidungen auf dem Lebensweg, Veränderungen in Glauben und Gesellschaft: Wie gehe ich damit um? Wo kann ich selbst etwas verändern? Was gibt mir Sicherheit? Als Christen dürfen wir der göttlichen Zusage vertrauen: „Seht, ich mache alles neu“ (Offb 21,5). Mit dieser Zuversicht können wir dem Glückskeksspruch gelassen entgegnen: „Lasse das ruhig zu“.

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