Glossar · Basical

Die Beichte ist das Sakrament der Versöhnung. In der Beichte bekennen Katholiken ihre Sünden; im Namen Jesu vergibt der Priester die Schuld.

Was bedeutet Beichte?

In der Katholischen Kirche ist die Beichte das Sakrament der Versöhnung mit Gott. Die Beichte befreit von Sünde und Schuld. Wer seine Sünden bereut und sie vor Gott bekennt, kann auf seine Vergebung hoffen. Jesus Christus hat den Bischöfen und Priestern die Vollmacht erteilt, in seinem Namen Sünden zu vergeben: „Denen ihr die Sünde erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.“ (Joh 20,23)

Wie läuft die katholische Beichte ab?

Die Beichte kann in einem Beichtstuhl stattfinden, aber auch an einem anderen Ort; dann spricht man häufig auch von einem „Beichtgespräch“. Das Gespräch wird mit einem Kreuzzeichen eröffnet. Anschließend bekennt man seine Sünden. Oft schließt sich jetzt ein Gespräch mit dem Priester an, in dem er Ratschläge oder Tipps gibt. Am Ende betet der Priester und spricht im Namen Jesu von den Sünden frei. Meist gibt der Priester dann eine Aufgabe zur Buße auf. Das kann ein kurzes Gebet, aber auch eine Tat der Nächstenliebe sein. 

Was macht man bei der Beichte?

Bei der Beichte bekennt man seine Sünden. Man bereut, Schlechtes getan und Gutes unterlassen zu haben. Wer beichtet, akzeptiert und bekennt, dass er Schuld auf sich geladen hat. Gleichzeitig dürfen wir auf die große Liebe Gottes vertrauen, der alle Schuld vergibt.

Warum brauchen wir die Beichte?

Wir brauchen die Beichte, weil alle Menschen Sünder sind: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, führen wir uns selbst in die Irre“ (1 Joh 1,8). Jeder Mensch sündigt. Gott aber befreit von der Schuld, die wir auf uns laden: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht; er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht.“ (1 Joh 1,9)

Wer kann Sünden vergeben?

Nur Gott kann Sünden vergeben. „Deine Sünden sind dir vergeben“ (Lk 7,48) konnte Jesus nur sagen, weil er der Sohn Gottes ist. Nach seiner Auferstehung gab Jesus den zwölf Aposteln die Vollmacht, Sünden zu vergeben. Als Nachfolger der Apostel besitzen die Bischöfe, und als ihre Vertreter auch die Priester, die Vollmacht, Sünden zu vergeben.

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