Vor Ort · Bistum Augsburg

„Die Priesterweihe verändert fast alles“

Am 27. Juni weiht Bischof Bertram Meier in Augsburg vier junge Männer zu Priestern. Wir haben die Weihekandidaten kurz vor ihrem „großen Tag“ gefragt, auf welche Veränderung nach der Weihe sie sich am meisten freuen und woher sie die Zuversicht nehmen, dass die Weihe die richtige Veränderung für ihr Leben ist.

von Jonathan Huber · 23.06.2021

Priesterweihe 2020 mit Bischof Bertram im Augsburger Dom. Foto: Nicolas Schnall, pba

Die Priesterweihe ist ein besonderer Moment: Ein junger Mann entscheidet sich mit den Weiheversprechen ganz für das Leben im Dienst Gottes. Nach einem langen Berufungs- und Ausbildungsweg steht die Priesterweihe für eine richtungsweisende Veränderung im Leben des Weihekandidaten. Wie fühlt es sich an, kurz vor der – möglicherweise – größten Veränderung des Lebens zu stehen? Vier angehende Priester geben einen Einblick in ihre Gedanken.

Stefan Riedel. Foto: privat

„Der gelebte katholische Glaube hat mich all die Jahre getragen. Ich sage oft: Mit Jesus ist es nie langweilig. Es gibt Höhen und Tiefen im Leben, aber mit Jesus gibt es immer eine Brücke über alle Schwierigkeiten hinweg. Mit der Weihe hoffe ich, dass dieser Weg weitergeht und sich vertieft.“

Stefan Riedel (28) aus Kempten

Michael Schmid. Foto: Stefan Riedel

„Am meisten freue ich mich darauf, in Persona Christi die Sakramente spenden zu dürfen. Vor allem die heilige Eucharistie und die heilige Beichte sind für mich die Kraftquellen des Lebens und der Zugang zu Gottes Liebe und Barmherzigkeit. Mit meinem priesterlichen Dienst darf ich einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass diese Quellen in der Kirche weiterfließen.“

Michael Schmid (37) aus Feldhausen in Baden Württemberg

Jürgen Massinger. Foto: Jonathan Huber

„Die Weihe verändert fast alles. Viele dieser Veränderungen münden ins Unbekannte. Eine allerdings hat schon positive Prägung und steht bei mir deshalb sehr hoch im Kurs: Die Rückkehr an meine vormalige Praktikumsstelle nach Nördlingen. Back to the roots! Ich freue mich auf neue gute Zeiten.“

Jürgen Massinger (32) aus Ronsberg im Ostallgäu

Roland Weber. Foto: Daniel Jäckel, pba

„Manche Menschen sagen schwere Zeiten für die Kirche oder angehende Priester voraus. Wie es auch immer kommen mag: Mein Glück ist nicht von äußeren Umständen abhängig. Vielmehr ist der HERR mein Licht und mein Heil (Ps 27), nicht Geld, Sicherheit, Wohlstand oder Selbstverwirklichung. Dass ich mein Leben Gott und seiner Kirche geschenkt habe, macht mich unglaublich frei und glücklich.“

Roland Weber (28) aus Türkheim im Unterallgäu
Quelle: pba