Inspiration · Musiq

Ulrichsmesse von Johannes Steber

Johannes Steber erzählt uns im Interview wie es dazu kam, die Ulrichsmesse zu schreiben. Die Videos dazu findet ihr unten in der Youtube-Playlist.

von Raphael Schadt · 04.10.2019

Basilika Ulrich und Afra
Die Basilika Ulrich und Afra. Bild: Nicolas Schnall (pba).

Credo: Johannes, wie kamst du dazu, eine Messe zu schreiben?

Nach dem Internationalen Prayerfestival 2017 kam Doro Ludwig auf mich zu und fragte, ob ich  nicht Lust hätte, eine Messe zu schreiben. Deutsche „Lobpreismessen“ mit korrektem liturgischen Text sind ja leider immer noch selten. Bald wurden aus der spaßigen Anfrage schnell erste Ideen am Klavier. Zum einen war die Idee, eine Lobpreismesse mit deutschen Texten aus der Liturgie zu schreiben, die für Bands einfach spielbar ist. Erst später kam noch eine Orchesterfassung dazu. Zum anderen sollte die Messe auf das musikalisch nötigste reduziert sein. Daher ist die Messe insgesamt sehr kurz geworden (Spielzeit: 09min30sek) aber dafür „pastoral“ gut einsetzbar.

Credo: Wann war die Messe dann fertig?

Die ersten Ideen für das Kyrie und das Agnus Dei hatte ich schon im darauf folgenden September. Im Oktober kamen das Sanctus und die Grundzüge fürs Gloria dazu. Kyrie, Gloria, Sanctus und Agnus Dei waren Anfang 2018 fertig. Während der Chrisammesse am 28. März 2018 kam mir die Idee, für die fertigen Teile der Messe eine Orchesterfassung zu schreiben. Und während der darauf folgenden Kartage habe ich die Orchestersätze geschrieben. Das Credo konnte ich als letztes im Mai 2018 fertigstellen. Die Streichersätze wurden bereits am Weißen Sonntag 2018 in St.Ulrich zum Barmherzigkeitssonntags „uraufgeführt“.

Credo: Wie kam es dann zur CD bzw. Video-Produktion?

Sobald die Messe fertig geschrieben war hatte ich im Hinterkopf, eines Tages eine Aufnahme zu machen. Im Juni 2018 gab es erste Demoaufnahmen mit Klavier und Gesang, die ich später mit Band und Orchester ausbauen wollte. Allerdings gab es keinen Anlass und daher keinen „Druck“ etwas zu unternehmen.

Im Frühjahr 2019 kam die Idee von credo-online, die Messe aufzunehmen, Videos zu produzieren und sie auf Credo zu veröffentlichen. So kam eines zum anderen und die Aufnahmen fanden in Augsburg (bei David Fischer) und in London (bei Edwin Fawcett) statt. Geplant war mit guten Leuten aus dem besseren Amateur- bzw. angehenden Profibereich aufzunehmen – im Idealfall mit christlichem Hintergrund.

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Die gesamte Ulrichsmesse von Johannes Steber mit Interview hier in der Playlist.

Die Streicher waren zu weiten Teilen aus meiner Verwandschaft: Julian, Beate und Flo Schad (Jugendorchestern Mindelheim und Starnberg, „Frisch gestrichen“ und der Uni Augsburg). An den Trompeten hat mich Rahel Beering (Uni Augsburg) unterstütz. Antonina Waibel war die Flötistin (Leitung Jugend2000-Band; Musiklehrerin) und getrommelt hat David Fischer. An der Gitarre Johannes Wacker, ein klasse Musiker u.a. an der Uni Augsburg, im Gebetshaus, bei Monami etc.. Am Klavier war Edwin Fawcett, Lobpreismusiker aus England, aktiv bei der Jugend2000, der auch immer bei den Adonai-Kreuzwegen dabei ist. Als Bassisten konnten wir über Umwege Andi Bauer gewinnen (Bastian Walcher Quartett, Claudia Korreck u.v.m.).

Credo: Für wen ist die Messe?

Beim Schreiben habe ich in erster Linie junge Leute gedacht. An Lobpreismusiker, wie ich sie bei der Jugend2000 kenne. In etwa die Zielgruppe von Credo.

Die CD kann über das Pfarrbüro in Mindelheim, die Mindelheimer Zeitung oder direkt bei Johannes Steber bezogen werden. Das Kyrie und Agnus Dei sind im neuen „Jubilate Deo“ der Jugend2000 veröffentlicht.