Thema · Glaubenszeugnis

Kein Grund, nicht an Gott zu glauben!

Eva Fock liebt es, mit ihrer Familie durch die Welt zu reisen. Ihre Glaubensheimat hat sie bereits vor zehn Jahren bei den Ministranten der Heilig Geist Kirche in Günzburg gefunden. Warum es für sie keinen Sinn macht, nicht an Gott zu glauben, erzählt die 20-Jährige „BuFDine” der Jugendstelle Weißenhorn in unserer „3 Fragen an…”-Reihe.

 

von Simone Zwikirsch · 03.06.2020

Foto: privat

Credo: Drei Gründe, warum du an Gott glaubst?

Eigentlich gehöre ich zu der Sorte Mensch, die eher skeptisch ist und alles hinterfragt. Aber es spricht für mich einfach viel mehr dafür, dass Gott existiert – rein praktisch gedacht. Ich mein‘, es gibt ewig viele Indizien. Wie kann es zum Beispiel sein, dass die Frohe Botschaft – ohne Handys – weltweit verbreitet werden konnte, wenn sie nicht wahr wäre. Menschen wurden und werden aufgrund ihres Glaubens verfolgt und getötet, aber statt an ihrem Glauben zu zweifeln und die Religion zu wechseln, um dem Tod zu entfliehen (was psychologisch die normale Reaktion wäre), wächst ihr Glaube. Es gab und gibt noch heute unerklärliche Wunder und Heilung von sterbenskranken Menschen, die eigentlich keine Chance mehr hatten.  Das alles sind keine Zufälle, sondern zeigt, dass Gott existiert. Es gibt also keinen Grund für mich, nicht daran zu glauben.

Außerdem finde ich, man kann Gott auch einfach spüren. An meinem Bufdi (= Bundesfreiwilligendienst) Arbeitsplatz steht ein Buch mit Sprüchen und einer meiner Lieblingssprüche darin heißt „ICH GLAUBE AN GOTT, so wie ein Blinder an die Sonne glaubt, nicht weil er sie sieht, sondern weil er sie fühlt.“ (Phil Bosmans). 2019 war ich das erste Mal an Pfingsten beim Fest der Jugend in Salzburg und diese gewaltige Kraft vom heiligen Geist konnte man dort so deutlich spüren. Ich hab unzählige Male Gänsehaut bekommen, weil das so gewaltig war. Aber auch im Gebet und im Lobpreis kann man Gott immer wieder begegnen und seine Anwesenheit spüren.

Grund drei: Der Glaube an Gott, zumindest der tiefe überzeugte Glaube, bringt so viel Gutes in dir hervor. Durch die Botschaft, dass man unglaublich geliebt ist, ist man gleich viel selbstbewusster und hat einen festen Stand. Aber nicht nur das. Dadurch verändert sich auch, wie du anderen begegnest, wie du mit ihnen umgehst, was du in ihnen siehst, was du in dir selber siehst und wie du die Welt siehst. Durch den Glauben ist man auch dankbar für die kleinen Dinge im Leben. Egal ob du Christ bist oder nicht, du wirst bei überzeugten Christen immer mit offenen Armen empfangen und niemals von ihnen verurteilt werden.

Credo: Wann und wie hast du Gott kennengelernt?

Ich bin bereits in einem katholischen Haushalt großgeworden. Von kleinauf kenne ich Tischgebete und regelmäßige Gottesdienstbesuche. Nach der Kommunion ging ich, so wie meine Geschwister zu den Ministranten. Dort fand ich eine Gemeinschaft und auch Freunde, die ich heute zu meiner Familie zähle. Als kleines Kind macht man das eher noch, weil die Eltern es gut finden und du es deshalb auch gut findest.  Aber irgendwann kommt dann der Punkt, wo du alles hinterfragst und dir selbst ein Bild von allem machst. In meiner Jugend hatte ich irgendwann große Probleme mit meiner Klasse. Ich fühlte mich hässlich, minderwertig und vor allem total allein. Aber mit Gott in meinem Leben kann ich mich wunderschön, wertvoll und geliebt fühlen. Überall wo ich mit Gott und dem Glauben in Berührung komme, geht es mir so viel besser und ich sehe die Welt in einer anderen Sichtweise.

Credo: Dein perfektes Date mit Gott – wie sieht das aus?

Gott ist dein Freund und so würde ich ihm auch begegnen wollen. Ich wär unglaublich nervös, aber Freunde verurteilen einander nicht, sondern können leicht miteinander über alles reden. Man kann quasi sagen was man denkt. Ich würde Gott irgendwo in der Natur treffen, an irgendeinem wunderschönen Ort und den dann erforschen und ein kleines Abenteuer erleben, dass durch Gotts Anwesenheit zu einem großen wird. Der Tag wäre einer dieser Tage die man nie vergisst, weil sie so voller Spaß, Erlebnissen und Erfahrungen sind. Viele würden ihm vermutlich irgendwelche Fragen stellen, über das Leben, über das was er alles weiß, über die Menschheit… Aber ich würde den Tag einfach genießen. Denn wenn es etwas gibt, dass wir Menschen wissen sollen, würde er es uns sagen.