Eine ergreifende Woche

Eindrücke zur diesjährigen Missionarischen Woche in der PG Pöttmes.
Ein Beitrag aus erster Hand von Lorena Schmuttermeier

Eine ereignisreiche, ergreifende und beeindruckende Woche ist für mich zu Ende gegangen. Die diesjährige Missionarische Woche war in meiner Heimatpfarrei Pöttmes. Für mich war es ein doppeltes Geschenk, als Pfarreiangehörige wie als aktive Missionarin. So habe ich all meinen Mut aufgebracht und bin bei den Hausbesuchen mitgegangen. Da ich die Besuchten persönlich kannte, war es anfangs eine große Überwindung, dann aber eine Bereicherung auf beiden Seiten. Nicht nur für mich war diese Woche etwas ganz Besonderes. Zwei Personen aus der Pfarreiengemeinschaft (PG) Pöttmes habe ich befragt. Ihre Eindrücke möchte ich gerne mit euch teilen.

Frage: Wie habt Ihr die Missionarische Woche erlebt?
Antwort Person A: Für mich war die Missionarische Woche ein besonderes Highlight. Es gab so viele verschiedene Angebote, dass ich gar nicht alle nutzen konnte, die mich interessiert hätten. Ich war bereits lange im Voraus in die Vorbereitungen mit eingebunden und erwartete diese Woche mit Spannung. Zudem wohnten zwei Missionarinnen bei uns im Haus, so dass ich die Woche sehr intensiv miterleben durfte.

Person B: Zuerst habe ich die MW natürlich mit Spannung und Vorfreude erwartet, da ich ja auch beim Team Pöttmes mit eingebunden war. Meine Erwartungen wurden dabei aber bei weitem übertroffen. Allein schon die Mitglieder des Vorbereitungsteams aus Augsburg waren alle sehr freundlich und positiv gestimmt. Vor allem aber sind sie tief im Glauben und überzeugt von unserer gemeinsamen katholischen „Sache“.
Was meine Frau und mich aber besonders beeindruckt hat, sind die jungen Missionare; mit welcher Ehrfurcht sie Gott begegnen und einfach authentisch sind. Auch der Mut, mit dem sie von Haustür zu Haustür gehen, ist bewundernswert; sie wissen ja nicht, wer oder was sie hinter der Türe erwartet. Die Stimmung ist bei uns im Laufe der Woche täglich gestiegen. Das hat man auch bei anderen Gläubigen in der Pfarreiengemeinschaft beobachten können.
Besonders gut haben uns die privaten Gespräche zu Hause mit unseren beiden „Mädels“ Nadine und Anna-Maria gefallen. Die zwei waren während der Missionarischen Woche bei uns untergebracht. Es war von Anfang an so, als ob man sich schon seit Langem kennen würde. Da ich im Team Pöttmes war, habe ich von allen Angeboten (bis auf den Seniorennachmittag) Gebrauch gemacht und konnte feststellen, dass wirklich alle Missionare tief im Glauben verankert sind. Daran könnten wir uns so manches Beispiel nehmen.


Frage: Was hat Euch besonders gut gefallen?
Antwort Person A: Es gab so viele schöne Momente und Veranstaltungen in der Woche, dass ich gar keine einzelne Sache herausgreifen kann. Besonders eindrucksvoll waren der Abend der Versöhnung, der Abschlussgottesdienst mit Weihbischof Florian Wörner und besonders die abendlichen Gespräche mit den Missionarinnen bei uns zu Hause.

Person B: Ein Highlight war für mich das Podiumsgespräch am Mittwoch im Kultursaal. Es war geprägt von höchster Professionalität. Und für alle Besucher waren die Argumente, die gebracht wurden, nachvollziehbar. Besonders Veronika Halemba mit ihrem Zeugnis beeindruckte nicht nur mich.
Beim Abend der Versöhnung habe ich meine persönlichen Gedanken mitgenommen, die mich zurzeit bewegen. Ich fand den Abend sehr emotional. Auch der Abschlussgottesdienst am Sonntag hat mir sehr gefallen; hervorzuheben ist der Projektchor unter der Leitung von Edwin Fawcett aus London.


Frage: Welche Auswirkungen hat die Missionarische Woche auf Euren Glauben gehabt?
Antwort Person A: Angeregt durch die Gespräche mit den Missionarinnen sprachen wir auch in der Familie in dieser Woche sehr intensiv über unseren Glauben, über verschiedene Ansichten und Standpunkte, wie wir es sonst nie getan hätten. Auf diese Weise ist der Glaube zu unserem gemeinsamen Thema geworden, das bisher jeder eher für sich gelebt hat. Für mich persönlich waren auch die Vorbereitungszeit und die Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Menschen, die fest im Glauben stehen, sehr wertvoll.
Ich konnte erfahren, spüren und schließlich selbst ausprobieren und erleben, wie das gemeinsame Gebet die Vorbereitungen begleiten und unterstützen kann. So ist es für mich noch einmal mehr zur Selbstverständlichkeit geworden, für anstehende Aufgaben und Herausforderungen Kraft aus dem Gebet zu schöpfen und sie so mit Gottes Beistand zu meistern.
Ich hoffe, dass viele Gläubige unserer Pfarrei in ähnlicher Weise berührt wurden und so die Glaubensfreude in unserer Pfarreiengemeinschaft wächst und auch über die missionarische Woche hinaus Bestand hat.

Person B: Da ich meine, im Glauben schon verankert zu sein, hat die MW meinen Glauben bestärkt. Aber der Auftritt der jungen Menschen macht Mut, den Glauben noch mehr öffentlich zu machen unter dem Motto „Kommt sagt es allen Leuten ...“


Frage: Gibt es neue Impulse, die man auch in Zukunft in der PG gut anwenden kann?
Person B: Als Mitglied des Pfarrgemeinderates bin ich ja direkt in die zukünftige Ausrichtung der Pfarrgemeinden eingebunden. Persönlich werde ich mich daher dafür einsetzen, dass die Elemente, die den Abend der Versöhnung prägen, bei uns intensiviert werden. Hier meine ich insbesondere den musikalischen Lobpreis. Denn die stimmungsvollen Momente finde ich sehr wertvoll. Im Prinzip, so glaube ich, sind alle Menschen auf der Suche. Wir müssen es nur schaffen, das „uncoole“, das der Kirche anhaftet, abzubauen.

Weitere Bilder zur Missionarischen Woche gibts beim Bischöflichen Jugendamt auf Facebook