Missionarische Woche

Impressionen zum Start der „Missionarischen Woche" in der PG Pöttmes.

Credo-online hat dazu Magnus Eble & Johanna Kaffarnik interviewt. Beide hatten im letzten Jahr an der „Missionarischen Woche" in der Pfarreiengemeinschaft Wallerstein teilgenommen. Diese Gemeinde-Evangelisierungs-Woche wird jedes Jahr vom Institut für Neuevangelisierung in Zusammenarbeit mit dem Bischöflichen Jugendamt organisiert.

Vorbeischauen lohnt sich – es gibt verschiedene Veranstaltungen: Für Interessierte

Kurzinterview mit Magnus Eble

Frage: Du hast letztes Jahr im Rahmen des christlichen Orientierungsjahres „Basical“ an der Missionarischen Woche teilgenommen. Mission ist ja zur Zeit ein aktuelles Thema, das nicht ganz frei von Bedenken gesehen wird: Seid ihr losgezogen, um den Leuten die Bibel überzubraten, oder wie muss man sich das vorstellen? Was passiert da alles? 

Eble: Katholiken machen so was nicht mit der Bibel, sondern mit dem Weihrauchfass! Kleiner Scherz. Im Grunde ist die Missionarische Woche als ein Fest des Glaubens der Pfarreiengemeinschaft mit den jungen Missionaren zu verstehen. Das gestaltete sich dann so, dass wir bei Hausbesuchen mit den Leuten über alles Mögliche ins Gespräch gekommen sind. Wir haben mit der PG Veranstaltungen wie ein Podiumsgespräch oder einen Abend der Barmherzigkeit angeboten. Außerdem haben wir uns täglich zur heiligen Messe und zur Anbetung versammelt, um nur Einiges zu nennen.

Frage: Ihr seid mit Leuten ins Gespräch gekommen, was hat das mit euren Gesprächspartnern gemacht?

Eble: Die Reaktionen hatten wirklich ein unglaublich breites Spektrum. Da war von Tür vor der Nase zuknallen bis zum Tränenausbruch beim gemeinsamen Gebet alles dabei. Der Großteil der Leute hat uns gerne aufgenommen und war bisweilen auch erstaunt darüber, dass junge Menschen heute noch für ihren Glauben auf die Straße gehen.

Frage: Was macht eine Missionarische Woche mit dem eigenen Glauben?

Eble: Da fand sich in mir dann auch eine ähnliche Bandbreite an Reaktionen. Wir haben mit Leuten geredet, die Fürchterliches erlebt haben. Wieso lässt du so etwas zu, Gott? Aber noch größer hat sich in der Missionarischen Woche auch offenbart, dass Gott beschenkt. Ich durfte so eine Liebe erleben, als uns die Leute empfangen haben, aber auch, als Jesus selber dabei war, als wir für Ihn unterwegs waren. Es hat sich einmal mehr bestätigt, dass wir im Reich Gottes nicht allein arbeiten, sondern dass ein viel Größerer die Fäden zieht und uns antreibt.

Frage: So eine Missionarische Woche ist ja auch schnell wieder vorbei, was passiert da auf lange Sicht. Weißt du von Langzeitwirkungen?

Eble: Ja, die Woche ist tatsächlich viel zu schnell wieder vorbei. Gerade danach sind die Gläubigen auf die gute Führung ihres Pfarrers angewiesen. Ich weiß beispielsweise von Leuten in einer Pfarrei, die sich nach wie vor zu einem in der Missionarischen Woche gegründeten Gebetskreis treffen. Wenn der Wille da ist, kann die große Begeisterung einer Missionarischen Woche auch auf Jahre hin prägend für eine Gemeinde sein. Letztendlich sind nicht die Missionare die Akteure in dieser Woche, sondern Jesus durch seinen Heiligen Geist.

Frage: Du bist jetzt Student, gehst du dieses Jahr wieder hin? Und wenn ja, mit welchen Erwartungen?

Eble: Ich habe glücklicherweise vorlesungsfreie Zeit, darum werde ich wieder dabei sein. Schon unsere gemeinsame Vorbereitung mit der Pfarreiengemeinschaft Pöttmes hat gezeigt, dass wir mitt offenen Armen und offenen Herzen empfangen werden. Ich glaube, Jesus hat wieder ganz Großes vor, und wir dürfen als Missionare in der ersten Reihe stehen und staunen.

Schnappschüsse der „Missionarischen Woche" in Wallerstein

 

KW 26 #Berufung

Markus 10,21

Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib es den Armen und du wirst einen Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!