Inside Basical · Vorher-Nachher Aktion

No.4: Sozialwoche mit sozialer Distanz

Wie geht eine Sozialwoche, wenn soziale Kontakte zu meiden sind? Man renoviert einfach das Basical-Haus, damit es die kommenden Jahrgänge schön und gemütlich haben :). Anders als in den vergangenen Jahren haben die Basicals nicht die Wohnung einer bedürftigen Person entrümpelt, sondern die eigenen vier Wände auf Vordermann gebracht.

von Gudrun Piegsa · 05.05.2020

Auch in den eigenen vier Wänden gab es für die Basicals viel zu tun.

Wie jedes Jahr sollte im Mai die Basical-Sozialwoche stattfinden. Das ist eine Woche in der man die Wohnung einer bedürftigen Person renoviert, verschönert und eben auch für diese Person da ist. Da es für uns dieses Jahr wegen Corona nicht möglich war, diese Sozialwoche wie die letzten Jahre stattfinden zu lassen, musste ein Plan B her.

Unsere Leiter überlegten viel und hatten dann eine Lösung, wie wir unsere eigene Sozialwoche machen können, damit dieses coole Basical-Projekt für uns nicht ausfallen muss. Der Plan war es, den dritten Stock zu verschönern und zu renovieren. Also unsere Küche, den Seminarraum und den Flur. Dafür hatten wir drei Tage Zeit. Am Dienstagmorgen trafen wir uns alle auf der kommenden „Baustelle” im dritten Stock, um zu besprechen, was gemacht werden musste und wer welche Aufgabe übernimmt.

Wir haben viel gestrichen, umgeräumt, aufgeräumt, sortiert, Löcher zu gespachtelt, Bilder eingerahmt und geputzt, sodass die drei Tage gut mit Arbeit gefüllt waren. Außer ein paar Glasscheiben, die zu Bruch gingen und ein paar Schnitte am Finger verursachten, passierte keinem was. Dafür mussten wir allerdings öfters in den Keller laufen, um neue Bilderrahmen zu holen – die zerbrochenen Scheiben wollten schließlich ersetzt werden.

Sortiertes Bücherregal
Renovieren, Aussortieren, Ordnung schaffen... Das geht auch trotz Corona.
Zwei Jugendliche streichen eine Wand

Diesmal war das Basical selblst die „bedürftige Person” der Sozialwoche

Gearbeitet wurde jeden Tag etwa von 9 bis 17 Uhr, natürlich mit Pausen und Essen. Wir hatten viel Spaß und es war eine gute Zeit, um nochmal mehr zusammenzuwachsen. Und auch wenn diese Sozialwoche eben ganz anders kam als geplant, diesmal das Basical selbst die „bedürftige Person“ wurde und es schon ein wenig traurig war, nicht so eine „normale“ Sozialwoche zu machen, wie die Basicals vor uns, war es eine tolle Erfahrung und ein richtig gutes Gefühl, die Veränderung und das Endergebnis zu sehen.

Wir alle und auch die Leiter sind echt begeistert und glücklich damit, wie unser dritter Stock jetzt aussieht. Gleichzeitig sind wir dankbar, dass wir die Möglichkeit hatten, in dieser Zeit der Quarantäne diese eben etwas andere Sozialwoche erlebt zu haben.

Alles Gute und Gottes Segen aus dem Basical!

 

Anm. der Redaktion: Die Basicals befinden sich seit mehreren Woche gemeinsam in „freiwilliger Quarantäne” im Basical-Haus.

Der FLur vor der Sozialwoche
Der Flur nachher.