Gemeinschaftsblog

In unserem Blog erzählen über 20 Blogger/innen aus der Diözese Augsburg und
über die Bistumsgrenzen hinaus, was sie im (Glaubens-) Alltag erleben.

Blogbeiträge

Verfasst am 04. April 2018Simone Theresa Prokop

Den Weg mit Jesus gehen – Die Heilige Woche im Basical

Den Weg mit Jesus auf die Art und Weise mitzugehen, wie wir es im Basical getan haben, hat mich tief berührt. Aber bevor wir als Basicals mit unseren Gästen diesen Weg gegangen sind, war viel Vorarbeit nötig. Wochen vorher haben wir angefangen, Jugendliche und junge Erwachsene in unserem Alter einzuladen, mit uns die Kar-und Ostertage zu verbringen. Die Anmeldefrist haben wir bewusst so knapp gesetzt (die Anmeldung waren bis zum 26. April noch möglich), dass sich auch noch Interessierte, die beim Diözesanen Weltjugendtag in Augsburg an unserem Stand vorbeigeschaut hatten, anmelden konnten.

Christus resurrexit (Foto: Veronika Halemba)

Den Montag, Dienstag und Mittwoch über haben wir noch sehr viel vorbereitet, aufgeräumt, umgeräumt. Am Donnerstag stand letztlich vormittags nur noch der Hausputz auf dem Plan. Beim Mittagessen waren schon die ersten Gäste angekommen und wir konnten uns gegenseitig kennenlernen. Zu Kaffee und Kuchen um halb Vier waren fast alle da. 35 Leute, die nun die nächsten Tage miteinander verbringen würden. 

Jesus, der mir die Füße wäscht.
Jesus, bei dem ich in der Nachtanbetung wachend und betend bleibe, 
um mit ihm durch die Erfahrung der Todesangst zu gehen.
Jesus, der jedes meiner Kreuze kennt und sie auf sich nimmt, mit mir trägt.
Jesus, der am Kreuz stirbt, um mich zu erlösen.
Jesus, der im Grab liegt, und ich, die ich wahrhaft um ihn trauernd zurückbleibe.
Jesus, der aufersteht, um zu zeigen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.
Wie tief ist seine Liebe für jeden einzelnen von uns,
dass er all unsere Sünden auf sich nimmt und sich für uns ganz hingibt?
Jesus liebt mich.
Jesus liebt dich.
Aus Liebe zu uns hat er all das getan.
„Er hat das Werk getan“ (Ps 22,31).

(von Simone Prokop, während der Nachtanbetungen April 2018)

Gemeinsam an seinem Grab beten (Foto: Veronika Halemba)
Ostern (Foto: Veronika Weber)


Wenn ich jetzt schildern würde, wie ich diese besonderen Tage erlebt habe – es würde zu viel werden. Und auch das Programm zu beschreiben, wäre sehr einfach – aber es wäre nicht persönlich. Deswegen hab ich den Basicals und den Gästen die Frage gestellt: „Wie waren die Kar- und Ostertage für dich?“ Hier ihre Antworten: 

  • „Intensiv“ und „überragend“ waren die häufigsten Antworten.
  • „Jesus ist für uns gestorben, aber er ist auch für uns auferstanden – das durfte ich in diesen Tagen nochmal ganz neu und intensiv erfahren“
  • „Ich habe Ostern neu kennengelernt. Aus „man geht hin, wegen der Tradition und Süßigkeiten“ wurde bei mir das emotionale Mitfiebern und Freuen auf Jesus geweckt. Eine neue Dimension.
  • „Allgemein waren die Ostertage schön und ich hab zum ersten Mal den Zusammenhang besser verstanden. Für mich war es anfangs schwer, meinen Platz in dieser großen „Familie“ zu finden, weil sich alle anderen bereits gekannt haben
  • „Ich hab einen kleinen Eindruck vom Leben hier im Basical bekommen und bin mit einem erfüllten und beflügelten Gefühl gegangen. Es war so cool, wie sich so viel Schwieriges in diesen Tagen vor dem Herrn aufgelöst hat und ich mit so einer Glücklichkeit gehen konnte.“
  • Die Tage waren eine große Bereicherung und ich konnte Ostern einmal ganz anders erleben. Durch das Hl. Grab konnte man sich den Tod Jesu nochmal viel besser vorstellen.“

Danke an alle, die da waren!
Eure Simone