Gemeinschaftsblog

In unserem Blog erzählen über 20 Blogger/innen aus der Diözese Augsburg und
über die Bistumsgrenzen hinaus, was sie im (Glaubens-) Alltag erleben.

Blogbeiträge

Verfasst am 12. März 2018Kilian Schadt

Fasten ist für mich ein spannendes Thema. Ich habe schon verschiedene Varianten ausprobiert, zum Beispiel über mehrere Monate einen Tag pro Woche bei Wasser und etwas Saft fasten oder auch mal eine ganze Woche am Stück. Dieses Jahr ist meine Motivation nicht besonders groß. Dafür haben wir aber zu Beginn dieser Fastenzeit bewusster als Familie darüber gesprochen, wie und wieso wir eigentlich fasten. In einer Zeit, in der Fasten in der Gesellschaft oft nur als Heilfasten verstanden wird, ist es uns wichtig, mit unseren Kindern klar über unsere Motivation zu reden. Sollen die Kinder ihren Süßigkeitenkonsum bis Ostern reduzieren, einfach nur, weil es gesund für sie ist? Wir haben unseren Kindern erklärt, dass der Sinn der Fastenzeit unserer Ansicht nach komplett verfehlt ist, wenn wir auf Essen oder andere Genüsse verzichten, aber unsere Bemühungen nicht darauf gerichtet sind, uns neu für Gott zu öffnen. Ihn zu suchen, auf sein Wort zu hören und uns von seiner Liebe reinigen zu lassen, das sollte doch unser Ziel in der Vorbereitung auf Ostern sein.

Bild: Raphael Schadt

Man kann viel erklären, auf welche Weise das Fasten uns dabei hilft, Gott näherzukommen. Aber das beste Argument dafür, warum man überhaupt fasten sollte, kam gleich zu Beginn unseres Gesprächs am Esstisch von unserer Tochter: „Weil Jesus das auch gemacht hat.“ Diesem tiefgründigen und schlagkräftigen Argument ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, oder? Danach haben uns unsere Kinder geradezu mit ihrer Bereitschaft überholt, sich konkrete Fastenziele zu setzen, zum Beispiel, auf die allermeisten Süßigkeiten zu verzichten.