Fest der Jugend

Entflammt vom Heiligen Geist – Eindrücke zum Festival einer neuen Generation
Von Lucia Kirchgasser

Jedes Jahr machen sich an Pfingsten tausende Jugendliche auf den Weg nach Salzburg, um am Fest der Jugend teilzunehmen. Heuer sorgten über 7000 Jugendliche für einen Teilnehmerrekord. Den Auftakt des Jugendfestes der Lorettogemeinschaft bildete ein von 30 Jugendlichen geschriebenes und einstudiertes Musical zum Thema „Der verlorene Sohn“. Szenisch und tänzerisch wurde dabei dargestellt, wie zwischen Vater und Sohn die Mauern einstürzten. Das berührte auch den Salzburger Erzbischof Franz Lackner: „Das hat mich erinnert, dass ich in meinem Leben früher selbst eine solche Mauer aufgebaut habe, wenn mich mit 17 jemand fragte, was ich von Gott halte, habe ich diese Mauer gespürt. Als ich als UNO Soldat in der Bibel zu lesen begann, bemerkte ich, dass es einen liebenden Gott gibt, der auf uns demütig wartet und sich nicht aufdrängt.“

Foto: Ellis – Loretto Gemeinschaft

Am Samstag beeindruckte Danielle Strickland, Mitglied der Heilsarmee in Los Angeles, mit ihrem Lebenszeugnis. Als 17-Jährige begegnet sie Jesus in ihrer Gefängniszelle und danach wurde für sie alles anders. Sie stellte klar, dass wir niemals „Feind“ Gottes sind, selbst wenn unsere Taten und unser Leben dagegensprechen. Gott ist immer für uns, niemals gegen uns! 

Am Nachmittag standen den Teilnehmern knapp 70 Workshops zur Auswahl, von „Jesus für Flüchtlinge“ über „Gottes Stimme hören“ bis hin zum „Sprachengebet“ war alles dabei. Danach sprach Bischof Stefan Oster, der an diesem Tag seinen 52. Geburtstag feierte, darüber, dass Freiheit darin besteht, im Herzen eines anderen authentisch zu sein. „Wirklich frei wirst du, wenn du heimkommst und im Herzen des Vaters wohnst. Wir sind Entlaufene und Jesus holt uns heim, um uns mit dem Vater zu versöhnen. Durch sein Blut und seine Liebe dürfen wir zurück zum Vater, werden frei und lernen als Königskinder zu leben und zu erkennen, was ER für unser Leben will.“

Ein Highlight des Pfingstkongresses war der Abend der Barmherzigkeit, an dem die Beichtschlangen kein Ende nahmen und Jesus im Allerheiligsten angebetet wurde. Mehrere Gebetsteams waren durchgehend im Einsatz und der gesamte Dom war durchdrungen von dieser alles einnehmenden Präsenz Gottes. Zahlreiche Teilnehmer waren begeistert: hier berührt der Himmel die Erde.

High five mit Salzburger Erzbischof Franz Lackner (Foto:Ellis)
Heilige Messe (Foto:Ellis)
(Foto: Ellis)

Der Sonntag stand ganz unter dem Motto „Gib Gott dein JA und er wird dein Leben verwandeln!“  Mehr als 1000 Menschen gaben so in einem sichtbaren Zeichen Gott neu ihr „JA“ vor dem Allerheiligsten. Danach bebte der Dom vor jugendlicher Begeisterung, weil alles tanzte, lachte und sang.

Später am Abend zogen die Jugendlichen auf die Festung Hohensalzburg, von wo aus für Stadt und Land gebetet wurde. 

Die feierliche Firmung beendete am Montagvormittag das Fest der Jugend. Über 100 Jugendliche empfingen dabei das Feuer des Hl. Geistes. Der Leiter der Loretto Gemeinschaft, Georg Mayr-Melnhof motivierte die jungen Gläubigen dazu, sich treu in eine beständige Beziehung zu Gott zu investieren. „Es geht um eine innige, zärtliche und verrückte Freundschaft mit Jesus, es geht um die Ewigkeit, es geht um ALLES!“

Eucharistischer Segen (Foto: Ellis)
(Foto: Ellis)
Festung: Gebet für Stadt und Land (Foto: Ellis)

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