Gemeinschaftsblog

In unserem Blog erzählen über 20 Blogger/innen aus der Diözese Augsburg und
über die Bistumsgrenzen hinaus, was sie im (Glaubens-) Alltag erleben.

Blogbeiträge

Verfasst am 30. Juni 2017Benjamin Ehrlich

Es ist alles grün, auch die liturgische Farbe. Eben noch zogen wir an Fronleichnam mit Gott selbst durch die Straßen, und die toll erlebten Pfingstferien bringen in diesen Tagen fleißige Schüler hervor, die Prüfungen zur Mittleren Reife schreiben.

Welche Rolle spielt bei all dem der Heilige Geist? Sein Fest ist im Vergleich zu Ostern recht knapp gehalten, und vor seinem Wehen hat man eher Angst, weil es neue Herausforderungen verspricht. Im Offenen Seminar gehört eine Pfingstfahrt zum Jahresprogramm, und in diesem Rahmen betet man z.B. als Gruppe das Morgengebet. Dieses Jahr war es ein Lied zum HeiligenGeist, das jeden Tag wieder erklang. Richtung Ende der Fahrt hörte man die Melodie auch untertags öfter einmal. Dass der Heilige Geist zu Pfingsten gehört, ist klar, und dass er damit zu tun hat, dass wir Teil der Kirche sind und er etwas mit uns bewirken kann, erahnen wir vielleicht schon. Aber wo zeigte sich der Heilige Geist in dieser einen Woche, und wo tut er es sonst?

Lasst uns ein paar Fotos anschauen und den Heiligen Geist suchen! 

Ist er im mutigen, abgesicherten Sprung von den Klippen ...
... oder im Regen peitschenden Sturm an den Cliffs of Moher?
Kann er im Genuss von Kaffee in einem Pub von Adare ...
... oder gar an einem Drehort von Star Wars sein?
Wo bleibt er, wenn sich das Portalgrab beim Poulnabrone Dolmen schließt?
Lassen biblische Bilder in großen Sonnenkreuzen, wie in Clonmacnoise, die steinernen Glaubenszeugen vergangener Klöster, auf ihn schließen?
Sind es doch die geistreichen menschlichen Leistungen in Architektur, wie ein Rundturm in Glendalough um 1000, nachdem der heilige Kevin schon lange nicht mehr dort war, ...
... heutige Bauten in Dublin ...
... oder technische Errungenschaften, die ihn zeigen?
Liegt der Heilige Geist in der Kraft beim Paddeln, ...
... im Wissen der Bücher, ...
... im Bewusstsein, bei strömendem Regen einen Berg erklommen zu haben, ...
... in der Fotopose am Strand?
Teilt sich uns der Heilige Geist durch abendliche Sonnenstrahlen und eine Seebrise, ...
... in der Erfahrung von Gehaltensein, ...
... durch die grüne irische Natur ...
... oder Vorgängen, die Kühe zu Baileysladys machen, ...
... gar in der Abgeschiedenheit ...
... oder an mysteriösen Orten, die auf den heiligen Patrick zurückgeführt werden, mit?
Der heilige Patrick erklärt ihn mit einem einfachen Gewächs als Teil der göttlichen Dreifaltigkeit, ...
... und er kann tatsächlich in unseren Gemeinschaften und ihren Leitern wirken.

Seit Jahren höre ich, wie Menschen sagen: „der gute Geist Gottes“, und dachte mir beim ersten Mal: Hat Gott auch einen bösen Geist? Von den irischen Heiligen können wir für unser Leben übernehmen, dass Gott alles in ihrem Leben war und ist. Da kann der Heilige Geist dann Unglaubliches wirken, und wir entdecken ihn auch in unglaublichen Dingen bzw. den Auswirkungen, wo wir ihn nie vermutet hätten. Die Jungen haben den Heiligen Geist am Ende der Woche immer als Lebendiges dargestellt, das in Bewegung ist. So finden wir den Heiligen Geist auch in dem, was Lebendiges hinter den Bildern steckt und vielleicht auch bald immer mehr in unserem Leben. Dann wird es uns bewusst sein: Der Geist Gottes ist heilig, macht uns heilig und ist immer gut. Wo er fehlt, ist es gegenteilig. Wenn wir mit ihm nichts zu tun haben, wird es Zeit, daran etwas zu ändern. Dann wird es Pfingsten bei dir! Get close to the Holy Spirit!

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