Gemeinschaftsblog

In unserem Blog erzählen über 20 Blogger/innen aus der Diözese Augsburg und
über die Bistumsgrenzen hinaus, was sie im (Glaubens-) Alltag erleben.

Blogbeiträge

Verfasst am 14. April 2017Diakon Alois Sattlecker

Es gibt Zeiten, die man sich niemals wünschen würde 

und auch niemandem anderen in seinem Umfeld.

Zeiten, die dunkler sind, als die dunkelste Nacht.

Es ist dies, wie wenn die Sterne das Leuchten

einstellen würden und der Mond seinen Schein.

Bild: OakleyOriginals, flickr.com, CC BY 2.0, bearbeitet.

Du streckst die Hand aus, um einen Halt zu finden,

aber nichts und niemand ist da. Du greifst ins Leere.

Das, was vorher geleuchtet hat, verbreitet Dunkel,

was einmal aufbauend gewirkt hat, zieht nach unten.

Stimmen flüstern dir zu: Alles ist sinnlos, gib auf!

Und du bist sehr nahe dran, es zu tun.

Noch ist das Verlangen nach Wandel in dir,

dass endlich ein Lichtstrahl auftaucht, der dem

Schattenspiel ein Ende bereitet, das Dunkel erhellt.

Aber nichts dergleichen ist in spürbarer Nähe.

Es bleibt beim schwarzen Loch, das alles an sich zieht.

Ein offenes Grab ohne Bodenblick tut sich auf,

und in dir entstehen leise Trauertöne, tränenrührend.

Wie in der Todesstunde am Karfreitag fühlst du dich.

Karfreitag, Tod am Kreuz. Ganz nah bist du ihm.

Und diese Nähe und der Blick auf den da oben,

schenkt dir Umkehr, Wandel der erlebten Zeiten.

Das Kreuz beginnt zu leuchten, und aus der Finsternis

in dir wird eine helle Wolke, die dein Herz umfängt.

Das Licht von oben hat seine Siegesmacht bewiesen.

 

alsatt

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